Die wirtschaftlichen Verwerfungen in den von uns bedienten Märkten sowie die kontinuierliche dramatische Erhöhung unserer Produktions- und Rohstoffkosten (insbesondere Holz, im weiteren Leim und Strom) hat die Gesellschafter dazu veranlasst, die Entscheidung zu treffen, die Produktion der Varioboard GmbH zum 02.05.2011 einzustellen und das Werk geordnet herunterzufahren. Die Ereignisse am Markt für Strom und erneuerbare Energien im Nachgang zu dem verheerenden Unfall im Kernkraftwerk Fukushima lassen eine Verbesserung der Rahmenbedingungen im Bereich unseres Hauptrohstoffes Holz und unseres Hauptenergieträgers Elektrizität als äußerst unwahrscheinlich erscheinen. Vor diesem Hintergrund erscheinen die in den nächsten Jahren notwendig werdenden Folge- und Ertüchtigungsinvestitionen nicht realisierbar, da vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch eine Finanzierung durch die das Projekt begleitenden Banken nicht erwartet werden kann. Eine Perspektive für ein Wiederanfahren des Werkes ist bei den jetzigen Bedingungen nicht gegeben. Die endgültige Betriebseinstellung hat uns gezwungen, die bestehenden Beschäftigungsverhältnisse zu kündigen. Die Arbeitsverhältnisse werden ordnungsgemäß abgewickelt. Bezüglich der bestehenden Ausbildungsverhältnisse werden wir dafür Sorge tragen, dass diese bei anderen Unternehmen fortgeführt werden können. Die zuständige Agentur für Arbeit ist über die Kündigung der Beschäftigungsverhältnisse informiert worden. Wir werden den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit geben, vorzeitig aus ihrem Beschäftigungsverhältnis auszuscheiden, wenn dies für den Antritt einer neuen Stelle erforderlich ist.
Wir bedauern diesen Schritt außerordentlich, sehen allerdings keine andere Haltungsalternative.
Die Geschäftsführung im April 2011